Studieninhalte
Das Programm läuft über drei Semester und beinhaltet drei übergeordnete Themenbereiche:
- Leadership, Strategy und Sustainability
- Managing Functions in the Organization
- Financial Management und aktuelle Themen

Leadership, Strategy und Sustainability
Strategische Unternehmensführung (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Dirk Ulrich Gilbert
Inhalte
Das Gebiet der strategischen Unternehmensführung ist für die Praxis von großer Bedeutung. Die Beschäftigung mit den strategischen Aspekten der Unternehmensführung erscheint nicht nur reizvoll, sondern auch notwendig. Das langfristige Überleben am Markt und die nachhaltige Erzielung von Wettbewerbsvorteilen sind i. d. R. nicht vorrangig auf Indikatoren wie Größe oder Alter eines Unternehmens zurückzuführen, sondern vielmehr auf dessen erfolgreiche Strategien. Die Entwicklung und Umsetzung von Strategien stellen deshalb zentrale Aufgaben für das Management von Unternehmen dar.
Um eine breite und nachvollziehbare Basis für das Verständnis des strategischen Managements zu schaffen, werden in diesem Modul zunächst wichtige Grundbegriffe sowie der Zweck des strategischen Managements erläutert. Im Anschluss wird ein Prozessmodell des strategischen Managements präsentiert und werden dessen wesentliche Phasen ausführlich diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Diskussion aktueller strategischer Herausforderungen für Unternehmen. In diesem Rahmen werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Strategien und Geschäftsmodelle von Unternehmen beleuchtet. Es wird herausgearbeitet, dass die Digitalisierung den gesamten Strategieprozess beeinflusst und verändert. Zudem wird die Notwendigkeit diskutiert, Aspekte der Nachhaltigkeit in die Strategieentwicklung zu integrieren. Erfolgreiche Unternehmen verfolgen nicht ausschließlich ökonomische Ziele, sondern berücksichtigen auch ESG-Kriterien (E = Environment, S = Social, G = Governance) in ihren Unternehmensstrategien. Sämtliche Inhalte werden anhand von Praxisbeispielen verdeutlicht.
Lernziele
Im Einzelnen sollen bzw. lernen die Studierenden:
- mit einem profunden Wissen an Hintergründen, Mechanismen und Verfahrensweisen einer marktorientierten Unternehmensführung ausgestattet werden.
- welche Herausforderungen sich aus der Digitalisierung für die strategische Unternehmensführung ergeben.
- den Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Strategien und Nachhaltigkeit in Unternehmen zu verstehen.
- das Unternehmen als System der Interaktion zwischen Umwelt, Organisationsstruktur, Organisationskultur und Unternehmensstrategie zu verstehen.
- verschiedene Instrumente des strategischen Managements kennen.
- in die Lage versetzt werden, die erlernten Inhalte auf konkrete Praxisprobleme anzuwenden und selbstständig strategische Entscheidungen von Unternehmen zu analysieren.
- sich mit den verschiedenen Aspekten der Rolle als Managerin bzw. Manager und den besonderen Herausforderungen von Top-Entscheidungsträgerinnen bzw. -trägern auseinanderzusetzen.
Prüfungsform: Referat ohne Verschriftlichung (Umfang 15 – 20 Min)
Unternehmensethik (5 CP)
Lehrende
Prof. Dr. Stephanie Schrage
Inhalte
Die Veranstaltung zur "Unternehmensethik" gibt zunächst einen umfassenden Überblick über wesentliche theoretische Grundlagen der Wirtschafts- und Unternehmensethik und stellt zahlreiche praktische Anwendungsbezüge her. Zu Beginn der Veranstaltung wird zunächst die Notwendigkeit von Unternehmensethik erläutert und gezeigt, wie ethisches Verhalten von Unternehmen auch im Wettbewerb begründet werden kann. Im Anschluss werden das grundlegende Verhältnis von Ökonomik und Ethik diskutiert sowie die Entwicklung der Wirtschafts- und Unternehmensethik in Theorie und Praxis dargelegt. Wesentliche Begriffe werden definiert.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wird auf verschiedene theoretische Ansätze zur Unternehmensethik sowie die konkrete Umsetzung von Unternehmensethik in der betrieblichen Praxis eingegangen. Aktuelle Herausforderungen für Unternehmen wie deren Orientierung an den Sustainable Development Goals oder der Einfluss der Digitalisierung und des Klimawandels werden diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf Fragestellungen und Praxisbeispielen aus verschiedenen Branchen.
Themenschwerpunkte
- Notwendigkeit einer Wirtschafts- und Unternehmensethik
- Theoretische Grundlagen zur Wirtschafts- und Unternehmensethik
- Verhältnis von Ökonomie und Ethik
- Erläuterung wesentlicher Begriffe
- Abgrenzung von Individual-, Unternehmens- und Wirtschaftsethik
- Ansätze zur Wirtschafts- und Unternehmensethik
- Philosophische Ansätze
- Deutschsprachige Ansätze
- Englischsprachige Ansätze
- Ansatzpunkte zur Umsetzung von Unternehmensethik in Unternehmen
- Aktuelle Probleme
Lernziele
Im Einzelnen erhalten bzw. erlernen die Studierenden:
- die Fähigkeit, die Notwendigkeit einer ethischen Reflexion in der Ökonomie zu verstehen und zu begründen.
- den Einfluss aktueller Entwicklungen wie der Digitalisierung auf die Entstehung und Handhabung ethischer Konflikte zu verstehen.
- entwickeln eine Sensibilität für das ethische Konfliktpotenzial in der Ökonomie.
- die Möglichkeit, ihre analytischen Fähigkeiten im Hinblick auf die Handhabung ethischer Dilemmata weiterzuentwickeln.
- die Fähigkeit, unterschiedliche normative Sichtweisen systematisch auf deren moralische Geltung hin zu untersuchen.
- die Fähigkeit, ihre eigene Führungspraxis kritisch zu hinterfragen und neu zu bewerten.
- die Anwendung bestimmter ethischer Prinzipien auf moralische Konfliktfälle in Unternehmen.
- empirische und konzeptionelle Forschungsarbeiten zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.
Prüfungsform: Referat ohne Verschriftlichung (Umfang 15 – 20 Min)
Leadership (5 CP)
Lehrende
Prof. Dr. Nina Katrin Hansen
Inhalte
Das Modul Leadership gibt einen Einblick in wesentliche Führungstheorien und -konzepte und deren Anwendung auf konkrete und praxisrelevante Problemstellungen. Es werden klassische und moderne Führungstheorien behandelt sowie insbesondere spezifischen Herausforderungen aus Sicht der einzelnen Führungskraft reflektiert.
Nach Vorstellung und kritischer Diskussion der wichtigsten Führungstheorien, -konzepte und -praktiken wird die Anwendbarkeit zentraler Führungsstile im organisationalen sowie im digitalen und hybriden Kontext aufgezeigt. Darüber hinaus werden neue Führungskonzepte im Zusammenhang mit zentralen Führungsproblemen und aktuellen Herausforderungen diskutiert. Eine kritische Diskussion von u. a. gender-spezifischen und macht-theoretischen Aspekten bilden den Abschluss des Moduls.
Themenschwerpunkte
- Grundlagen des Leadership
- Unterscheidung zwischen Managern und Leadern
- Klassische Führungstheorien und -ansätze
- Moderne Führungstheorien und -ansätze
- New Concepts of Leadership
- Zentrale Führungsstile und deren Anwendbarkeit im digitalen und hybriden Kontext
- Spezifische Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung für Führungskräfte
- Gender und Leadership
- The Dark Side of Leaderhip
- Case Studies
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für das Gebiet des Leadership.
Im Einzelnen lernen die Studierenden:
- ein profundes Wissen zum Thema Führung im organisationalen und digitalen Kontext zu entwickeln.
- aktuelle Führungskonzepte und -probleme im Rahmen der zunehmenden Komplexität und Digitalisierung von Arbeit einzuordnen und diese kritisch zu analysieren sowie in entsprechenden Situationen kompetent zu handeln.
- neuere Theorien und Konzepte der Führung zu erklären, einander gegenüberzustellen und ihren jeweiligen Erklärungs- und Gestaltungsbeitrag für Führungsprobleme zu bewerten.
- sollen in die Lage versetzt werden, die erlernten Inhalte auf konkrete Führungsprobleme anzuwenden und selbstständig komplexe Führungssituationen von Unternehmen zu analysieren.
- sich mit den verschiedenen Aspekten der Rolle als Führungskraft und den besonderen Herausforderungen von zentralen Entscheidungsträgern/innen auseinanderzusetzen.
Prüfungsform: Take-Home-Exam (Dauer Prüfungsleistung: 90 Min)
Sustainability Management (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Timo Busch
Inhalte
In diesem Modul wird vor allem die Notwendigkeit illustrieren, dass ein modernes Management in Unternehmen nicht um Nachhaltigkeit als wichtiges Thema für Strategieprozesse umherkommt. Dies wird im Rahmen der Veranstaltung durch Vorlesungen wie Case Studies veranschaulicht. Ferner werden Fragen rund um den "Business Case for Sustainability" diskutiert, d.h. wie globale Nachhaltigkeitsherausforderungen mit ökonomischen Interessen in Einklang gebracht und zu einem integralen Bestandteil von Investitionsentscheidungen werden können.
Themenschwerpunkte
- Die drei Dimensionen von Nachhaltigkeit
- Sustainable Development: von der Makro- zur Mikroperspektive
- Sustainability & Marketing
- Der Business Case for Sustainability.
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für das Gebiet des Sustainability Management.
Im Einzelnen Lernen die Studierenden:
- Die Studierenden lernen unterschiedliche Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung kennen und was diese im Unternehmenskontext bedeutet.
- Ein wesentliches Lernziel ist die Erkenntnis, wie ökologische und sozial Nachhaltigkeit in Eingang gebracht werden kann mit finanziellen Rendite- und Risikogesichtspunkten.
- Die Studierenden lernen Konzepte wie Limits to Growth, Planetare Grenzen oder Stakeholder Management kennen.
- Case Studies werden Bereiche wie Nachhaltiges Marketing oder Sustainable Entrepreneurship vertiefen.
Prüfungsform: Referat ohne Verschriftlichung (Umfang 15 – 20 Min)
Managing Functions in the Organization
Technologie und Innovationsmanagement (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Sebastian Späth
Inhalte
Das Modul „Technologie- und Innovationsmanagement“ gibt einen Überblick über verschiedene Aspekte und Modelle.
Themenschwerpunkte
- Wissen & Wissensarten
- Innovationskategorien und -modelle, z.B.
- Prozess / Produktinnovationen
- Technologietrajektorien
- Inkrementelle vs. Radikale Innovation
- The Innovators Dilemma
- Erfolgreiche Diffusion von Innovationen
- Produktentwicklungsstrategien (NPD)
- Mechanismen zum Schutz intellektuellen Kapitals
- Netzwerkeffekte / Zweiseitige Märkte
- Open and User Innovation
- (optional) Social Construction of Technology.
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für das Technologie- und Innovationsmanagement.
Im Einzelnen werden die folgenden Qualifikationsziele verfolgt:
- Studierende erlangen ein Basiswissen zu dem Konstrukt Wissen und theoretischen Unterscheidungen zu verschiedenen Wissensarten.
- Kennen mögliche Quellen von Wissen für Innovationen und die Bedeutung Open und User Innovation bei der Suche und Akquise von Wissen
- Können Innovationen auf verschiedene Arten und Weisen kategorisieren und einordnen
- Lernen mögliche Arten von Produktentwicklungen (lineare Stage-Gate vs. agile iterative Modelle) kennen und sind in der Lage die jeweiligen Vor- und Nachteile zu analysieren
- Sind in der Lage verschiedene Innovationen zu analysieren und Erfolgsfaktoren bei der Diffusion von Innovationen zu identifizieren.
- Kennen die Besonderheiten die durch Produkte und Plattformen mit Netzwerkeffekten entstehen, insbesondere digitale Plattformen
Prüfungsform: Referat mit Verschriftlichung (Umfang Referat 15 – 20 Minuten; Umfang Verschriftlichung 3 – 7 Seiten)
Organisation und Change-Management (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Daniel Geiger
Inhalte
Ziel des Moduls ist es einen umfassenden Einblick in das Themengebiet der Organisation zu geben und die Studierenden in die Lage zu versetzen, sich kritisch mit Problemen der Organisationsgestaltung und des Organisierens auseinanderzusetzen. Die erlernten Inhalte werden im Kurs auf konkrete Praxisprobleme angewendet und anhand von Fallstudien und Videoanalysen diskutiert.
Themenschwerpunkte
- Die Gestaltung formaler Strukturen
- Die Bedeutung und Analyse informeller Strukturen
- Die Veränderung informeller Strukturen (Kultur) und Bezüge zu Führung
- Die Gestaltung organisatorischer Veränderungsprozesse.
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für die Gebiete Organisation und Change-Management.
Im Einzelnen lernen die Studierenden:
- die wesentlichen Ansätze zur Gestaltung von Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufen kennen
- die wichtigsten, modernen Formen der Gestaltung von Organisationen kennen
- Agile und innovationsfördernde Formen der Gestaltung von Strukturen kennen
- die Bedeutung von informellen Strukturen kennen
- die Analyse und Veränderung von Organisationskultur kennen
- die zentralen Ursachen für Widerstände gegen Change-Management kennen
- Methoden kennen, wie Change-Management Prozesse gestaltet werden können
- die Chancen und Risiken für Maßnahmen des organisatorischen Wandels zu erkennen und so eine Handlungsorientierung zu gewinnen
Prüfungsform: Take-Home-Exam (Dauer der Prüfungsleistung: 90 Min)
Digitales Marketing (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Kay Peters
Inhalte
In dem Modul werden verschiedene psychologische Modelle der Kommunikationswirkung erarbeitet. Auf der Basis dieser Modelle werden die unterschiedlichen Funktions- und Wirkungsweisen der verschiedenen werblichen Medien analysiert (bspw. online Medien, wie Banner, Search, Social Media und offline Medien, wie TV, Radio, Plakat, Direct Mails).
Ebenso werden die wissenschaftlichen Modelle, Datenerfassungen und Methoden zur Messung der Werbewirkung als auch der nachfolgenden Optimierung von Werbebudgets auf intermediäre und finale Zielgrößen einer Unternehmung erarbeitet. Dabei werden insbesondere die Heterogenität von Zielgruppen und dynamische Effekte der Werbewirkung berücksichtigt.
Auf Basis dieser Informationen werden Grundlagen zur ganzheitlichen Planung, Implementierung und zum Controlling von Werbemaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung von Mediensynergien vermittelt.
Themenschwerpunkte
- Evolution der Medienlandschaft & Privacy
- Theoretische Grundlagen der Werbewirkung
- Quantitative & Qualitative Werbewirkung
- Social Media – Übersicht & Werbeformate, Reviews, Viral & Influencer
- Suchmaschinen-Marketing
- Display Werbeformate
- Moderne Formate traditioneller Werbemedien
- Mediensynergien
- Customer Journey & Attribution Modeling
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für das Gebiet des digitalen Marketings.
Im Einzelnen lernen die Studierenden:
- Grundlagen und erwerben vertiefte Kenntnisse in der theoretischen und sowie wissenschaftlich fundierten Werbewirkung, insbesondere der digitalen Medien und üben vertiefte theoretische und konzeptionelle Kenntnisse im digitalen Marketing ein.
- Kenntnisse in der sicheren Anwendung von Methoden im digitalen Marketing.
- Fähigkeiten zur kritischen Reflexion wissenschaftlicher Originalquellen im digitalen Marketing.
- Möglichkeiten und Grenzen der Instrumente des digitalen Marketings zu erkennen.
- in der Praxis umsetzbare digitale Werbestrategien in einer spezifischen realistischen Problemsituation zu erarbeiten.
- eigenständig erarbeitete Konzepte im digitalen Marketing zu präsentieren und zu begründen.
- die Reflektion von Motivation und Handeln wichtiger Stakeholder im digitalen Plattform-Geschäft und deren soziale Konsequenzen.
- die Entwicklung und Begründung einer eigenen Position zu Zielen, Möglichkeiten und Grenzen des digitalen Marketings.
- die internationalen Entwicklungen der digitalen Medien kennen und können deren Konsequenzen für Unternehmen und die Gesellschaft beurteilen.
Prüfungsform: Referat bzw. Hausarbeit (5 – 10 Min Präsentation ohne Verschriftlichung (Gruppenarbeit) bzw. Umfang Hausarbeit bis zu 7 Seiten)
Operations & Supply Chain Management (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Martin Schleper
Inhalte
Operations & Supply Chain Management befasst sich mit der strategischen, taktischen und operativen Planung und Koordinierung der weltweit verteilten wertschöpfenden Aktivitäten und des Material- und Informationsflusses zwischen den verschiedenen Organisationseinheiten, die am Produktionsprozess beteiligt sind: Zulieferer, OEM, Distributoren und Einzelhändler, wobei auf jeder Stufe verschiedene Funktionen wie Beschaffung, Fertigung und Vertrieb beteiligt sind. Ziel dieses Modules ist es, ein betriebswirtschaftliches Verständnis dafür zu entwickeln, wie Supply Chain und Operations Management kontinuierlich zum Erfolg von Unternehmen beitragen. Insbesondere soll vermittelt werden, wie die Leistung von komplexen Lieferketten durch eine bessere Entscheidungsfindung und Koordination verwaltet und verbessert werden kann im Hinblick auf verschiedene gegenwärtige Herausforderungen (z. B. Nachhaltigkeitsziele, Regulatorien, Stakeholder-Erwartungen, geopolitische Spannungen, etc.).
Das erste Teil des Moduls führt in die Supply Chain und Operations Management-Strategie ein und vermittelt ein Verständnis der grundlegenden Konzepte, Modelle und Methoden, die in Lieferketten angewendet werden. Der zweite Teil des Moduls vermittelt grundlegende Aspekte des Operations & Supply Chain Managements (z. B. Gestaltung von Lieferkettennetzwerken, globale Beschaffung und Lean Production) sowie die konzeptionelle Struktur der Lieferkettenplanung. Darüber hinaus werden thematische Schwerpunkte auf Aspekte der Resilienz und Nachhaltigkeit von Lieferketten, sowie auf die Digitalisierung des Operations & Supply Chain Management im Rahmen verschiedener Technologien und Innovation ("Supply Chain 4.0") gesetzt.
Themenschwerpunkte
- Einführung
- Definition und Zweck des Operations & Supply Chain Managements
- Begriffliche Abgrenzungen entlang der Lieferkette
- Operations & Supply Chain Management-Strategie
- Vertiefung
- Planung und Gestaltung von Lieferketten und Operations (Fallstudien und Anwendung (z. B. Simulation))
- Herausforderungen und Vorteile globaler Beschaffung
- Anforderungen an das Supply Chain Management aus ESG-Perspektive (E = Environment, S = Social, G = Governance)
- Resilienz und Nachhaltigkeit in komplexen LieferkettenHerausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung im Operations & Supply Chain Management
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für das Operations & Supply Chain Management.
Im Einzelnen lernen bzw. erwerben die Studierenden:
- Begriffe, Ziele und Aufgaben des Operations & Supply Chain Management und sind in der Lage, diese zu erläutern und voneinander abgrenzen.
- Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erforderlich sind, um den kontinuierlichen Beitrag des Operations & Supply Chain Managements eines Unternehmens zu dessen Wettbewerbsposition sicherzustellen.
- welche Herausforderungen und Chancen sich aus der Digitalisierung und der Entwicklung neuer Technologien und Innovationen für das Operations & Supply Chain Management ergeben.
- die Herausforderungen einer nachhaltigen Gestaltung globaler Wertschöpfungsketten sowie Lösungsansätze.
- die Fähigkeit, gute datengestützte Entscheidungen zu treffen und exzellente Lieferketten in verschiedenen Branchen zu analysieren.
- den Nutzen und die Grenzen von Entscheidungsunterstützungssystemen sowie Optimierungstechniken und deren Auswirkungen auf Warenwirtschaftssysteme im Kontext des Operations & Supply Chain Management kennen.
Prüfungsform: Klausur/ Take-Home-Exam (Dauer der Prüfungsleistung: 90 Min)
Financial Management und aktuelle Themen
Aktuelle Themen des General Management – International Management (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Dirk Ulrich Gilbert
Inhalte
In diesem Modul werden aktuelle Themen und Entwicklungen der Forschung zum Management aufgenommen und thematisiert. Die Studierenden sollen sich mit den aktuellen Herausforderungen im Management beschäftigen.
Es werden mögliche Auswirkungen von Trends, aktuellen Themen und Veränderungen diskutiert und Handlungsstrategien und -empfehlungen abgeleitet.
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls erlangen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für ein aktuelles Thema aus dem Bereich des General Management.
Im Einzelnen lernen die Studierenden:
- sich mit aktuellen Themen der Forschung zum Management auseinanderzusetzen,
- eine systematische und forschungsbasierte Herangehensweise an aktuelle Themen und Entwicklungen im Management kennen,
- aktuelle Kontexte im Management zu beschreiben und zu klassifizieren,
- praktische Managementprobleme zu lösen,
- Fallstudien zu lösen,
- komplexe Zusammenhänge von Aktionen und Reaktionen in Märkten zu verstehen,
- wissenschaftliche Studien zu analysieren und zu interpretieren.
Prüfungsleistung: Es wird eine Prüfungsleistung gemäß § 12 dieser Prüfungsordnung vorausgesetzt, die vor Beginn der Veranstaltung festgelegt wird.
Corporate Finance (5 CP)
Lehrende
Dr. Christine Zöllner
Inhalte
Auf der Basis der erlangten Kenntnisse werden betriebliche Entscheidungsprozesse im Rahmen des Finanzmanagements im Rahmen einer Vorlesung mit Fallstudien vermittelt. Ausgehend von der Finanzplanung werden statische und dynamische Methoden der Investitionsbewertung, unterschiedliche Finanzierungsquellen und Instrumente der Finanzkontrolle dargestellt und um Implikationen der Unternehmensbewertung erweitert.
Themenschwerpunkte
- Bedeutung der Finanzwirtschaft für das Management von Unternehmen
- Finanz- und Liquiditätsplanung und Kontrolle
- Finanzwirtschaftliche Entscheidungskriterien und deren Anwendung auf einzelne Finanzinstrumente und das Formalziel der Unternehmen
- Investitionsentscheidungsprozesse insbesondere in den Bereichen Ersatz/Erweiterung/Innovation.
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für das Gebiet Corporate Finance.
Im Einzelnen werden die folgenden Qualifikationsziele verfolgt:
- Die Studierenden erwerben Kenntnisse über Ziele, Aufgaben und Instrumente des Finanz- und Investitionsmanagements als Planung, Steuerung und Kontrolle aller betrieblichen Zahlungsströme.
- Sie sind in der Lage, diese sowohl bei werte- und/oder kapitalmarktorientierter Unternehmensführung kritisch zu analysieren, in der Praxis zu implementieren und zu beurteilen.
Prüfungsform: Klausur/Take-Home-Exam (Umfang: 90 Min)
Financial Accounting (5 CP)
Lehrende
Prof. Dr. Anne Chwolka
Inhalte
Mit dem Modul Financial Accounting wird das Anliegen verfolgt, ein Grundverständnis für die Notwendigkeit und die Ausgestaltung von externer Rechnungslegung zu entwickeln.
Die externe Unternehmensrechnung ist für die Praxis von großer Bedeutung, denn sie ist für viele externe Stake- und Shareholder (Kunden, Lieferanten, Arbeitnehmer, Konkurrenten, Eigen- und Fremdkapitalgeber, u. a.) eine wichtige Informationsquelle über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Beschäftigung mit den gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht ist nicht nur notwendig, sondern auch interessant im Hinblick auf diesbezügliche Gestaltungsmöglichkeiten.
Um ein grundlegendes Verständnis für die Rechnungslegung zu schaffen, werden in diesem Modul zunächst wichtige Grundbegriffe und verschiedene Zwecke der externen Unternehmensrechnung erläutert. Im Anschluss werden für ausgewählte unterschiedliche Zwecke unterschiedliche Bilanzierungsmöglichkeiten diskutiert. Es erfolgt eine Einführung in die Rechnungslegung eines einzelnen Unternehmens nach HGB, wobei ausgewählte internationale Bilanzierungsstandards vergleichend erläutert werden.
Themenschwerpunkte
- Wesen und Grundlagen der externen Unternehmensrechnung
- Einblick in die doppelte Buchhaltung
- Organisatorische und rechtliche Grundlagen der Bilanzierung nach HGB
- Erstellung des Jahresabschlusses und Bilanzierung ausgewählter Positionen
- Gewinn- und Verlustrechnung
- Anhang und Lagebericht
- Bilanzanalyse, u.a.
- Auswertung und Interpretation verschiedener Jahresabschlusskennzahlen
- Auswertung für die Unternehmensbewertung.
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes Verständnis für die externe Unternehmensrechnung. Diese bildet u. a. die finanziellen Beziehungen zwischen dem Unternehmen und der Umwelt ab. Die Studierenden erhalten einen umfassenden Überblick über Aufgaben, Inhalte und Ausgestaltung des Jahresabschlusses, einem wichtigen Informationsinstrument für externe Adressaten der Rechnungslegung von Unternehmen.
Die Studierenden lernen bzw. erwerben:
- ein umfassendes Verständnis für unterschiedliche Funktionen des Jahresabschlusses,
- sind in der Lage, verschiedene Bilanzierungsziele der Bilanzersteller zu verstehen,
- Grundzüge verschiedener Rechnungslegungssysteme kennen,
- Kenntnisse des aktuellen Bilanzrechts nach HGB,
- Kenntnisse über die Anwendung gegebener Rechnungslegungsnormen in bestimmten Situationen,
- die Zweckmäßigkeit gesetzlicher Regelungen kritisch zu würdigen.
Die Studierenden sind abschließend in der Lage, Jahresabschlüsse zu lesen, zu verstehen und dazu gehörige Kennzahlen zu interpretieren. Sie können die Ziele, Aufgaben und Möglichkeiten der Jahresabschlussgestaltung als bilanzpolitisches Instrument des Managements verstehen, bewerten und kritisch analysieren. Dabei werden Jahresabschlusskennzahlen als Grundlage für Entscheidungen mit Auswirkungen für Share- und Stakeholder erkannt.
Prüfungsform: Klausur (Umfang 45 Min)
Controlling (5 CP)
Lehrender
Prof. Dr. Frank Schiemann
Inhalte
Die Erkenntnisse aus dem Modul "Accounting" werden aufgenommen und weiterentwickelt. Modernes Controlling hat die Aufgabe, Unternehmensführung zu unterstützen, unter anderem indem dem Management die Auswirkungen von betriebswirtschaftlichen Entscheidungen aufgezeigt und Alternativen angeboten werden. Hierbei werden unterschiedliche Controlling-Systeme und einzelne Controlling-Instrumente kombiniert eingesetzt und je nach Zielformulierung auf- und ausgebaut.
Themenschwerpunkte
- Controlling als Management-Informationssystem und Grundlage für Entscheidungshandlungen von Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern
- Planung, Budgetierung
- Abweichungsanalyse
- Instrumente des Risikocontrollings
- Monetäre und nicht-monetäre Kennzahlensysteme zur Unternehmensanalyse.
Lernziele
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden ein grundlegendes und vertieftes Verständnis für das Gebiet des Controlling.
Im Einzelnen lernen die Studierenden:
- Kenntnisse über Controlling-Theorien und Funktionsweisen verschiedener Controlling-Systeme
- Fähigkeit, ein Budgetierungssystem zu bewerten und eigenständige Vorschläge zur Verbesserung zu erbringen
- Fähigkeit, Abweichungen zwischen Ist und Plan zu untersuchen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten
- Kenntnisse über Anforderungen an ein Risikocontrolling-System
- Fähigkeit selbständig und reflektierend Kennzahlen zu entwickeln, einzusetzen und deren Einsatz fachlich zu begründen
- Bereitschaft Controlling als zentrale Unternehmensfunktion gegenüber Wissensträgerinnen und Wissensträgern einer Unternehmung offensiv zu vertreten und argumentativ abzusichern
- Fähigkeit ausgewählte Controlling-Instrumente anhand praxisorientierter Aufgabenstellungen umzusetzen und die Ergebnisse zu präsentieren.
Prüfungsform: Referat ohne Verschriftlichung (Umfang ca. 15 Min Präsentation, 10 Min. Diskussion)