Seminarinhalte
Die Teilnehmenden erlangen im ersten Modul grundlegende Kenntnisse in der strategischen Führung und der Übernahme ethischer Verantwortung auf der Ebene des gesamten Unternehmens (Mesoebene). Die Module zwei bis vier befassen sich mit Fragen der Führung auf der personalen und interpersonalen Ebene (Mikroebene).
Neben der Inhaltsvermittlung greifen Didaktik und Methoden die Kompetenzen der Teilnehmenden im Zusammenhang mit den Weiterbildungsthemen auf und entwickeln diese gemeinsam konstruktiv weiter. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, den Transfer des Gelernten in die Praxis zu erleichtern, damit die Teilnehmenden die Inhalte wirksam in ihrem beruflichen Alltag umsetzen können.
Inhalte
Modul 1: Strategische Unternehmensführung und Verantwortung
In diesem Seminar wird zunächst die Notwendigkeit der strategischen Unternehmensführung herausgearbeitet. Im Anschluss werden die einzelnen Elemente eines strategischen Managementprozesses diskutiert und anhand praktischer Beispiele verdeutlicht.
Ziel des Seminars ist, dass die Teilnehmenden den Zusammenhang von Vision, strategischer Segmentierung, organisatorischer Gestaltung, strategischer Analyse, Strategiebestimmung und Implementierung im Rahmen der Unternehmensführung erkennen und verstehen. Um den Teilnehmenden die Umsetzung des erlernten Stoffes im beruflichen Alltag zu ermöglichen, werden verschiedene Analyseinstrumente vorgestellt.
Des Weiteren wird die Notwendigkeit erörtert, sich im Rahmen der Unternehmensführung auch mit Fragen der ethischen Verantwortung auseinanderzusetzen. Dabei werden insbesondere ökonomische, ökologische als auch soziale Gründe diskutiert. Der Begriff der Unternehmensethik wird inhaltlich abgegrenzt und deren zentrale Aufgaben bestimmt. Zum Abschluss werden wichtige Instrumente vorgestellt, die Unternehmen bei der Umsetzung moralischer Verantwortung in der betrieblichen Praxis helfen können. Eine besondere Bedeutung kommt zudem der Digitalisierung und deren Einfluss auf die strategische Unternehmensführung sowie der Übernahme ethischer Verantwortung zu. Die Entwicklung und verantwortliche Umsetzung von digitalen Strategien stellen eine zentrale Aufgabe für die Führung von Unternehmen dar und Führungskräfte müssen sich mit diesen Herausforderungen beschäftigen.
Inhalte
- Was versteht man unter Strategie und Verantwortung im Rahmen der Unternehmensführung?
- Zusammenhang zwischen Strategie und Verantwortung
- Warum sollten Unternehmen sich mit strategischer Unternehmensführung beschäftigen?
- Teilelemente im Prozess der strategischen Unternehmensführung
- Instrumente für die Ableitung strategischer Entscheidungen
- ethische Verantwortung von Unternehmen
- Einfluss der Digitalisierung sowie der COVID-19-Pandemie auf die strategische Führung von Unternehmen sowie die Übernahme ethischer Verantwortung
Modul 2: Feedbackorientierte Führung und Führung in Veränderungsprozessen
Modul 2 betrachtet Führung als Kommunikationsprozess. Im ersten Teil geht es darum, die Teilnehmenden für die Bedeutung von Feedback als Führungsaufgabe zu sensibilisieren. Ausgehend von kommunikationstheoretischen Grundlagen und der für Feedback notwendigen Haltung werden konkrete Methoden erarbeitet und praktisch eingeübt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf gegenseitigem Feedback zur gemeinsamen Reflexion und Weiterentwicklung der Qualität der Führungsbeziehung.
Im zweiten Teil des Moduls geht es um die Bedeutung von Changeprozessen. Neben den grundlegenden Modellen der Gestaltung von Veränderungsprozessen werden insbesondere der Umgang mit Widerständen gegen Änderungen und die Führungskommunikation in Veränderungen diskutiert.
Inhalte
- Besonderheiten der Kommunikation in Führungsbeziehungen
- Bedeutung von Feedback für Führungsprozesse
- hilfreiche Grundhaltung für feedbackorientierte Führung
- Wie kann kritisches Feedback angesprochen und angenommen werden?
- Rahmenbedingungen für feedbackorientierte Führung
- Meetings als ein zentrales Forum, um Führungsprozesse aktiv zu gestalten
- Bedeutung der Unternehmenskultur für den offenen Austausch in Führungsbeziehungen
- grundlegende Modelle zur Gestaltung von Veränderungsprozessen
- Phasen psychologischer Reaktionen auf Veränderungen und Implikationen für die Führungskommunikation
- Umgang mit Widerständen gegen Änderungen
- Erfolgsfaktoren für die Führung von und in Veränderungsprozessen
Modul 3: Mitarbeiterführung und Konfliktmanagement
Modul 3 behandelt die Bedeutung von Führung im Umgang mit Konflikten unter zwei Aspekten: Konflikte und ihre Funktion im Unternehmenskontext einerseits und Konfliktkompetenz und -management als Führungshandeln andererseits.
Betrachtet werden die unterschiedlichen Ebenen von Konflikten in Unternehmen. Außerdem werden Typologien, Wesen und Struktur von Konflikten in ihrer konkreten Ausformung in Unternehmen analysiert und in ihrer Bedeutung eingeordnet. Der Bedarf einer konstruktiven Konfliktkultur wird besonders vor dem Hintergrund sich schnell ändernder Rahmenbedingungen (VUCA-Welt, geprägt von Volatility – Volatilität, Uncertainty – Unsicherheit, Complexity – Komplexität, Ambiguity – Mehrdeutigkeit) ) diskutiert.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem Konfliktmanagement als Bestandteil von Mitarbeiterführung. Vor dem Hintergrund kommunikationstheoretischer Modelle werden Grundhaltung und Führungsinstrumente vermittelt. Anhand von Szenarien werden Strategien im Umgang mit Konflikten erarbeitet und eingeübt. Die Einschätzung eigener Konfliktkompetenzen und Entwicklungsaufgaben als Führungskraft runden das Modul ab.
Inhalte
- Auftreten und Bedeutung von Konflikten im Unternehmen
- Zuständigkeit für die Konfliktregelung im Unternehmen und die Rolle von Führung
- Definition von Konflikttypen, Konfliktebenen und -strategien
- Eskalationsstufen von Konfliktverläufen und passende Interventionsmöglichkeiten
- kommunikative Instrumente für die Regelung von Konflikten
- konstruktive Konfliktkultur in Unternehmen fördern
- Bewährte Konfliktregelungsmodelle in modernen Unternehmen (Umgang mit Konflikten in der VUCA-Welt, in virtuellen Teams...)
- Konfliktkompetenz von Führungskräften in modernen Unternehmen
- Erfolgsindikatoren und wie schätzen die Teilnehmenden ihre eigenen Konfliktkompetenzen bzw. Entwicklungsaufgaben ein?
Modul 4: Mitarbeiterführung und Teamentwicklung
In dem Modul Mitarbeiterführung und Teamentwicklung werden Chancen und Herausforderungen der Teamarbeit durch die Teilnehmenden diskutiert sowie Handlungsempfehlungen für die Teamentwicklung und die eigene Mitarbeiterführung abgeleitet.
In diesem handlungsorientierten Seminar werden die unterschiedlichen Teamphasen, in denen sich die Teams der Teilnehmenden innerhalb von Organisationen befinden, analysiert und als Grundlage für Anlässe einer Teamentwicklung diskutiert.
Neben der Analyse, in welchem Entwicklungsprozess sich einzelne Teams befinden, werden im weiteren Verlauf die relevanten Teamrollen (nach dem Belbin-Modell) vorgestellt.
Eine Reflexion und Diskussion über die eigene Teamrolle soll helfen, die Teamentwicklung rollenspezifisch zu gestalten, um hoch-performante Teams zu schaffen.
Im Anschluss werden Führungstheorien und -modelle vorgestellt, um Teamentwicklung in der VUCA-Welt (Volatility – Volatilität, Uncertainty – Unsicherheit, Complexity – Komplexität, Ambiguity – Mehrdeutigkeit) zu ermöglichen. Hierbei wird insbesondere das Instrument der systemischen Führung näher betrachtet.
Im Rahmen zunehmender Arbeitsteilung und fortschreitender Digitalisierung wird Führung in virtuellen Teams immer bedeutsamer. Hierbei ist es wichtig, die verteilten Arbeitsprozesse zu koordinieren und Mitarbeiter und Teams zu führen. Ausgewählte Tools und Techniken können hilfreich sein, um Teams in diesem Kontext zielgerichtet zu führen. Es werden Empfehlungen zur Führung in virtuellen Teams vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.
Inhalte
- Chancen und Herausforderung von Teamarbeit
- Reflektion von Erfahrungen zur Mitarbeiterführung im organisationalen Kontext
- Analyse der Teamphasen nach dem Tuckman-Modell (Teamentwicklung)
- Anlässe für Teamentwicklung
- relevante Führungstheorien und -modelle in der VUCA-Welt
- Wie können das eigene Führungsprofil und eine Reflexion über die Führungsmotivation helfen?
- Anwendung des Modells der Systemischen Führung in der VUCA-Welt
- Team-Rollen nach dem Belbin-Modell
- Führungsinstrumente zur Mitarbeiterführung in Teams aus dialog-, nicht-dialog- und prozess-orientierter Sichtweise
- Welcher Führungsstil lässt sich auf Grundlage des Managerial-Grid-Modells für das eigene Führungsverhalten ableiten?
- Tools und Techniken (Kommunikationsmedien) für die Zusammenarbeit in (virtuellen) Teams
- Welche Empfehlungen lassen sich für die Führung von virtuellen Teams ableiten?