"Lerne Phädra kennen, und ihre Raserei …" – Frauen(bilder), die (Theater)geschichte schrieben
Sandra Krämer
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Veranstaltungsart: Seminar
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Veranstaltungsnr.: 01.033
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Termin: Mi 14:15 bis 15:45 Uhr
22.04., 29.04., 06.05., 20.05., 27.05., 03.06.2026 -
Veranstaltungsort: Digital – AGORA / Zoom
Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Mit einem heißeren Schrei voller Scham und Verzweiflung reißt sie ihrem Stiefsohn Hippolyt – nach Offenbarung ihrer Liebe zu ihm – das Schwert aus der Scheide; fordert ihn auf, sie zu töten … Die "speziellen femininen Elemente von Anmut, physischer Zerbrechlichkeit und körperlicher Schwäche" begeistern das Londoner Publikum an Sarah Bernhardts "Phädra", 1879; ihr nahezu hysterisches Changieren zwischen Ekstase, Wahn und höchster Emotion – "typische Eigenheit der modernen Frau" im Fin de Siècle. Ihre Vorgängerin an der Comédie Française, Elise Rachel, größte französische Tragödin des 19. Jhs., hingegen, zeigt anstelle zügelloser Leidenschaften "sombre grandeur" und "concentrated passion". Die Verkörperung des Ideals der die Gefühle bekämpfenden Vernunft lässt sie in den Augen ihrer Kritiker "rational und unweiblich" erscheinen, und das Spiel von Bernhardts Rivalin Sophie Croizette als "(gefühls-)kalt"; umhüllt ihre Phädra doch eine "Aura von Selbstsicherheit", die im absoluten Kontrast zum Weiblichkeitsideal der Zeit steht...
Racines "Phädra"; die von Jean-Jacques Rousseau als "mörderische Unnatur" verdammte weibliche Bühnenfigur der 1677 uraufgeführten Tragödie, und ihre theatralen Umsetzungen von Virtuosinnen verschiedener Jahrhunderte – im Spiegel zeitgenössischer Imaginationen von Weiblichkeit – wird Gegenstand unserer gemeinsamen Dramenbetrachtung sein.
Literaturhinweise:
- Textgrundlage: Jean Racine: Phädra. Trauerspiel in fünf Aufzügen, Stuttgart, 1986 u. ö. (Reclam).
- Zusätzliche Materialien werden auf AGORA bereitgestellt.
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
- Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden direkt vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert.
- Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Programmänderungen.
Termine Sommersemester 2026
Anmeldung zum Kontaktstudium ab sofort möglich!
- Anmeldeschluss STiNE-Zugang und Fakultätsprogramm: 08.03.2026
- Nachmeldephase für bereits angemeldete Teilnehmende bis 17.03.2026
- Restplatzvergabe Zusatzprogramm bis 22.04.2026
- Vorlesungszeit: 07.04. bis 18.07.2026
- Pfingstferien: 10.05. bis 17.05.2026
Termine Sommersemester 2026
Anmeldephase abgelaufen, Anmeldung nicht mehr möglich!
- Vorlesungszeit: 07.04. bis 18.07.2026
- Pfingstferien: 10.05. bis 17.05.2026
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