Pop, Protest und Privileg. Jugend seit den 1980er Jahren
"Jugend" beschreibt die Entwicklungsphase und das Leben junger Menschen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Zugleich prägt der Begriff aber auch die gesellschaftliche Debatte über junge Leute. In der zeitgeschichtlichen Forschung galt Jugend lange Zeit als Avantgarde. Anhand des Alltags junger Menschen ließen sich gesellschaftlicher Wandel und die Pluralisierung von Lebensstilen nachvollziehen. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre veränderte sich das Bild in Forschung und Öffentlichkeit, nun wurde Jugend zunehmend als unpolitisch, angepasst und ich-bezogen beschrieben. Doch stimmt das?
Die Vortragsreihe "Pop, Protest und Privilegien. Jugend seit den 1980er Jahren“ geht dieser Frage auf den Grund und untersucht den Wandel in der Wahrnehmung und Ausgestaltung jugendlicher Lebenswelten. Präsentiert werden aktuelle Forschungen und Fallbeispiele zu politischem Aktivismus, zur Situation von migrantischen Jugendlichen und den Privilegien junger Menschen aus reichen Elternhäusern.
donnerstags, 18:30 - 20:00 Uhr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Beim Schlump 83, Lesesaal
Die Vorträge werden zusätzlich via Zoom übertragen. Der Link dazu wird kurzfristig auf der Website der Forschungsstelle bekannt gegeben
Die Vorträge im Einzelnen
15.10.2026
"Jugend" um die Jahrtausendwende. Protest-, Pop- und demokratiegeschichtliche Überlegungen zur jüngsten Zeitgeschichte
Prof. Dr. Barbara Stambolis, Münster
26.11.2026
Von Springerstiefeln zu Tiktok-Feed. Radikal rechte Jugendkulturen im Wandel (Gespräch)
PD Dr. Daniel Gerster, Neuere Geschichte / Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg / Laura Hassler, M.A., Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit, Universität Greifswald
03.12.2026
Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken zwischen Tradition und Transformation in den 1980er Jahren
Maria Daldrup, M.A., Archiv der Arbeiterjugendbewegung, Oer-Erkenschwick
21.01.2027
Grenzerfahrungen. Jugend, Privilegierung und Mauer im Berliner Villenviertel Wannsee zwischen 1970 und 1990
PD Dr. Eva Gajek, Zeitgeschichte und Archiv, Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung Erkner
28.01.2027
Zwischen "sozialem Sprengsatz" und "multikultureller Avantgarde": Deutungskonflikte um migrantische Jugendkulturen in der Bundesrepublik und Großbritannien (1970-1990)
Max Schellbach, M.A., Historische Bildungsforschung, Universität zu Köln
"Jugend" um die Jahrtausendwende. Protest-, Pop- und demokratiegeschichtliche Überlegungen zur jüngsten Zeitgeschichte
Prof. Dr. Barbara Stambolis, Münster
26.11.2026
Von Springerstiefeln zu Tiktok-Feed. Radikal rechte Jugendkulturen im Wandel (Gespräch)
PD Dr. Daniel Gerster, Neuere Geschichte / Zeitgeschichte im Arbeitsbereich Deutsche Geschichte, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg / Laura Hassler, M.A., Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit, Universität Greifswald
03.12.2026
Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken zwischen Tradition und Transformation in den 1980er Jahren
Maria Daldrup, M.A., Archiv der Arbeiterjugendbewegung, Oer-Erkenschwick
21.01.2027
Grenzerfahrungen. Jugend, Privilegierung und Mauer im Berliner Villenviertel Wannsee zwischen 1970 und 1990
PD Dr. Eva Gajek, Zeitgeschichte und Archiv, Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung Erkner
28.01.2027
Zwischen "sozialem Sprengsatz" und "multikultureller Avantgarde": Deutungskonflikte um migrantische Jugendkulturen in der Bundesrepublik und Großbritannien (1970-1990)
Max Schellbach, M.A., Historische Bildungsforschung, Universität zu Köln
Koordination: PD Dr. Knud Andresen / Dr. Marcel Bois / Svea Gruber, M.A., alle Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg / Maike Raap, Öffentlichkeitsarbeit FZH
Datenbank einzelne, öffentliche Vorträge

Foto: UHH
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