"Jugend" um die Jahrtausendwende. Protest-, Pop- und demokratiegeschichtliche Überlegungen zur jüngsten ZeitgeschichteProf. Dr. Barbara Stambolis, Münster
15. Oktober 2026, 18:30 Uhr

Foto: © Merit Pietzker (Schambach)
Jugendliche orientieren sich im Spannungsfeld zwischen jugendkulturell bedeutsamen globalen Dynamiken, regionalem und lokalem Engagement, für Umweltschutz und Räume, in denen sie sich kreativ entfalten können. Ihre Träume, Ängste und Freizeitgestaltung sind von Zeitumständen, Erziehungstraditionen sowie gesellschaftlichen Wandlungsprozessen geprägt. Was unterscheidet und verbindet die Lebenswelten junger Menschen in urbanen und ländlichen Umgebungen um die Jahrtausendwende von denen Jugendlicher aus vorangehenden Jahrzehnten?
„Die Zukunft“ sei „voller Unbekannter hinsichtlich der Entwicklung des Weltfriedens und der Lösung von Umweltproblemen“, hieß es 1989 in einem Jugendbericht; junge Menschen wüchsen „in einer völlig anderen Lebenswelt mit gänzlich anderen Grunderfahrungen“ auf als in den Jahrzehnten zuvor. Es gilt sozial und regional zu differenzieren, um facettenreiche Einblicke zu gewinnen, wie Jugendliche Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts ‚tickten‘.