7. Januar 2026, 14:15 Uhr

Foto: AdobeStock/mlangsen
"Die gefährlichste Ideologie unserer Zeit" – so beschrieb Papst Franziskus noch wenige Wochen vor seinem Tod im Frühjahr 2025 die vom Vatikan so genannte "Genderideologie". Zurecht hat die römisch-katholische Kirche keinen progressiven oder auch nur zeitaktuellen Ruf, wenn es um Gleichberechtigung und Vielfalt in Fragen der Geschlechtlichkeit und Sexualität geht. Zu Unrecht wird von dieser Tatsache jedoch oft darauf geschlossen, es gäbe kein queeres Leben in der Kirche. Der Vortrag führt ein in die besondere Situation sexueller Minderheiten zwischen befreiendem Inhalt der christlichen Botschaft, römischen Lehramt und machtpolitischen Interessen, die (nicht nur) innerhalb der katholischen Kirche wirken.
Mara Elijah Klein, M. Ed., ist wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in am Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Universität Münster und forscht aktuell in einem DFG-Projekt und einem Promotionsprojekt zum Thema geschlechtliche Vielfalt in der katholischen Kirche. Als Aktivist*in für Rechte queerer Menschen in der Kirche hat Klein 2021 das Buch "Katholisch und Queer" mitherausgegeben.
Die Ringvorlesung wird gefördert von der Udo Keller Stiftung Forum Humanum.
Ringvorlesung: Religion – Gender – Sexualität