17. Dezember 2025, 14:15 Uhr

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Die Vorstellung von Geschlechtergerechtigkeit gilt für viele Alevit:innen als zentrales Element religiöser Selbstbeschreibung und kollektiver Identitätskonstruktion. Der Vortrag nimmt dieses Narrativ zum Ausgangspunkt und zeichnet seine Genese nach. Zugleich werden theologische Grundlegungen dieses Selbstverständnisses sowie historische und gegenwärtige soziale Realitäten von Frauen im Alevitentum in den Blick genommen. Ziel des Vortrags ist es, das Spannungsverhältnis zwischen narrativem Anspruch und gelebter Praxis zu beleuchten.
Univ.-Prof. Dr. Cem Kara ist seit 2024 Professor für Alevitische Theologie an der Universität Hamburg. Zuvor war er ein Postdoc im Fachbereich Alevitisch-Theologische Studien der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Geschichte des Alevitentums und Bektaschitums, historische Textquellen des Alevitentums, der Sufismus im osmanischen und post-osmanischen Raum, Ambiguitäts- und Emotionsforschung sowie Verflechtungs- und Transfergeschichte.
Die Ringvorlesung wird gefördert von der Udo Keller Stiftung Forum Humanum.
Ringvorlesung: Religion – Gender – Sexualität