Black Artists now
Dr. Gabriele Paulix
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Veranstaltungsart: Vortragsreihe
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Veranstaltungsnr.: 01.026
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Termin: Mo 12:15 - 13:45 Uhr
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Veranstaltungstage: 24.11., 01.12., 08.12.2025, 12.01., 19.01.2026
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Veranstaltungsort: Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal J
Teilnehmerbegrenzung für Kontaktstudierende: keine
Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die 2014 gegründete Bewegung "Black Lives Matter" habe auch den Kunstmarkt verändert, heißt es. Aber, was noch wichtiger ist, sie hat einmal mehr den Blick geschärft für das schöpferische Schaffen von schwarzen Künstlerinnen und Künstlern auf dem amerikanischen Kontinent ebenso wie in Afrika und Europa. Das abgeleiteten Label "Black Art Matters", ein angesagtes Element im Titel diverser Kunstschauen der letzten Jahre, sehen die Kunstschaffenden dagegen eher kritisch. Gleichwohl verweisen die kontroversen Debatten auf die überfällige Gleichstellung der jahrhundertealten Kunstproduktion schwarzer Künstlerinnen und Künstlern im noch immer überwiegend eurozentrisch, weiß und männlich geprägten Kunstgeschichtskanon. Dieser hat zwar auf den Einfluss afrikanischer Artefakte auf den großen Paradigmenwechsel der Moderne verwiesen, ihnen und ihren Künstlern bis heute lediglich den Status des Primitiven zuerkannt. In der Kolonialzeit waren die unter dem Vorwand wissenschaftlicher Untersuchungen in Tabula-rasa-Manier aus den einheimischen Kulturen geraubten und oft materiell kostbaren Werke in die Vitrinen und Depots der ethnografischen Sammlungen westlicher (europäischer und US-amerikanischer) Kolonialmächte gewandert. Mit der wenn auch nur schleppend anlaufenden Restitution kolonialer Kriegsbeute erfahren diese Werke eine späte Würdigung.
Die zeitgenössischen schwarzen Künstlerinnen und Künstler brechen aus den Einschränkungen der oft stereotypen Präsentationen zentraler Themen aus und feiern auf globalen Ausstellungsplattformen wie den Biennalen in Venedig und São Paolo oder der DOCUMENTA, FESTAC’77 und Dak’Art die Vielfalt der Kulturen Afrikas gestern und heute. Zudem stellen überwiegend in Afrika geborene engagierte Kuratorinnen und Kuratoren den Status quo in Frage und positionieren das Schaffen schwarzer Künstlerinnen und Künstler auch in kunsttheoretischer Hinsicht innerhalb der zeitgenössischen Weltkunst.
Die Vortragsreihe versteht sich als eine Einführung in zentrale Positionen zu Themen wie Sklaverei, Kolonialismus, Apartheit, Rassismus, Ausbeutung, Raubbau, Restitution, Gender. Der Schwerpunkt wird auf der Etablierung einer Schwarzen Perspektive auf Kunst und Gesellschaft im 20. Jh. liegen.
Die zeitgenössischen schwarzen Künstlerinnen und Künstler brechen aus den Einschränkungen der oft stereotypen Präsentationen zentraler Themen aus und feiern auf globalen Ausstellungsplattformen wie den Biennalen in Venedig und São Paolo oder der DOCUMENTA, FESTAC’77 und Dak’Art die Vielfalt der Kulturen Afrikas gestern und heute. Zudem stellen überwiegend in Afrika geborene engagierte Kuratorinnen und Kuratoren den Status quo in Frage und positionieren das Schaffen schwarzer Künstlerinnen und Künstler auch in kunsttheoretischer Hinsicht innerhalb der zeitgenössischen Weltkunst.
Die Vortragsreihe versteht sich als eine Einführung in zentrale Positionen zu Themen wie Sklaverei, Kolonialismus, Apartheit, Rassismus, Ausbeutung, Raubbau, Restitution, Gender. Der Schwerpunkt wird auf der Etablierung einer Schwarzen Perspektive auf Kunst und Gesellschaft im 20. Jh. liegen.
Literaturhinweise:
- Beil, B./Messling, M./Solte-Gresser, C. (Hg.): The True Size of Africa. Ausstellungskatalog Völklinger Hütte, München, 2025
- Driskell, D. C.: Two Centuries of Black American Art, Hg. Los Angeles County Museum of Art, New York, 1976
- Cooks, B. R.: Exhibiting Blackness: African Americans and the American Art Museum, Boston, 2011
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
- Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden direkt vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert.
- Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Programmänderungen.