Künstlerinnen der 60er und 70er Jahre
Dr. Annegret Friedrich
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Veranstaltungsart: Vortragsreihe
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Veranstaltungsnr.: 01.025
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Termine: Do 11.12., 18.12.2025, 15.01., 22.01., 29.01.2026
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Zeit: 17:00 bis 18:30 Uhr
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Ort: Digital – AGORA/ Zoom
Teilnehmerbegrenzung für Kontaktstudierende: keine
Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen
Politisiert durch die Bürgerrechtsbewegung, die Proteste gegen den Vietnam-Krieg und die Auseinandersetzung mit dem ungebrochenen Chauvinismus ihrer Mitstreiter formiert sich in den 1960er und 70er Jahren im Westen die neuere Frauenbewegung. Die in der Kriegs- und Nachkriegszeit geborene Künstlerinnen-Generation, die nun erstmals in nennenswerter Zahl an den Akademien studiert bzw. sich von der Rolle als Muse und Modell emanzipiert, stellt radikal neue Fragen an die Gesellschaft, an Kunst und Kunstbetrieb.
In den männlich dominierten Richtungen von Fluxus, den Nouveaux Realistes und der Pop Art sind Künstlerinnen bis heute immer noch kaum bekannt. Ironisch-aggressiv kommentieren Lynda Benglis und Shigeko Kubota maskuline Kreativitätsmythen. Yoko Ono und Lygia Clark fordern das Publikum zur Partizipation auf, Niki de Saint Phalle und Louise Bourgeois attackieren den "Patriarchen".
Fotografie, Performance und Videokunst sind die bevorzugten künstlerischen Verfahren, in denen geradezu obsessiv der weibliche Körper im Zentrum steht. Maria Lassnig arbeitet an Body-Awareness-Gemälden, Künstlerinnen wie VALIE EXPORT, Carolee Schneemann, Joan Jonas, Marina Abramović, Gina Pane, Ana Mendieta und Orlan machen in spektakulären Aktionen strukturelle und manifeste Gewalt sichtbar. Die Suche nach positiv besetzten Bildern des Weiblichen führt Judy Chicago, Mary Beth Edelsohn, Nancy Spero, Friederike Pezold und andere zur Beschäftigung mit matriarchalen Ursprungsmythen, Göttinnen, Heldinnen, Wonder Women. Mit Silvia Bovenschen wird gefragt: "Gibt es eine weibliche Ästhetik?"
Literaturhinweise:
In den männlich dominierten Richtungen von Fluxus, den Nouveaux Realistes und der Pop Art sind Künstlerinnen bis heute immer noch kaum bekannt. Ironisch-aggressiv kommentieren Lynda Benglis und Shigeko Kubota maskuline Kreativitätsmythen. Yoko Ono und Lygia Clark fordern das Publikum zur Partizipation auf, Niki de Saint Phalle und Louise Bourgeois attackieren den "Patriarchen".
Fotografie, Performance und Videokunst sind die bevorzugten künstlerischen Verfahren, in denen geradezu obsessiv der weibliche Körper im Zentrum steht. Maria Lassnig arbeitet an Body-Awareness-Gemälden, Künstlerinnen wie VALIE EXPORT, Carolee Schneemann, Joan Jonas, Marina Abramović, Gina Pane, Ana Mendieta und Orlan machen in spektakulären Aktionen strukturelle und manifeste Gewalt sichtbar. Die Suche nach positiv besetzten Bildern des Weiblichen führt Judy Chicago, Mary Beth Edelsohn, Nancy Spero, Friederike Pezold und andere zur Beschäftigung mit matriarchalen Ursprungsmythen, Göttinnen, Heldinnen, Wonder Women. Mit Silvia Bovenschen wird gefragt: "Gibt es eine weibliche Ästhetik?"
Literaturhinweise:
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Schor, G. (Hg.): Feministische Avantgarde. Kunst der 1970er Jahre aus der Sammlung VERBUND, Wien/München, 2015
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
- Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden direkt vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert.
- Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Programmänderungen.