Burgund – Kunst und Geschichte
Dörte Helling
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Veranstaltungsart: Vortragsreihe
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Veranstaltungsnr.: 01.024
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Termin: Fr 14:00 bis 17:30 Uhr
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Zeitraum: 09.01., 16.01., 23.01., 30.01.2026
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Veranstaltungsort: Von-Melle-Park 4, Hörsaal 2
Teilnehmerbegrenzung für Kontaktstudierende: keine
Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Die Kulturlandschaft Burgund wird von zahlreichen bedeutenden Kunstwerken der Romanik geprägt. Als Gründungsbau der Romanik in Burgund gilt St. Philibert in Tournus. Cluny war das wichtigste Zentrum des benediktinischen Mönchtums im 11. Jh. und Ausgangspunkt einer umfangreichen Reformbewegung. Zur Blütezeit herrschte Cluny über etwa 10.000 Mönche in 1.500 Klöstern überall in Europa. Der Erfolg führte zur Anhäufung eines immensen Reichtums und gegen Ende des 11. Jhs. zum Bau der größten Kirche der Welt (Cluny III). In der ehemaligen Klosterkirche von Paray-le-Monial, Ziel einer populären Wallfahrt, kann man eine plastische Vorstellung vom Aussehen der zerstörten Abteikirche Cluny III bekommen. Auch das Kloster Notre-Dame de La Charité, seit dem Mittelalter ein wichtiges Etappenziel für Pilger auf dem Jakobsweg, unterstand der Abtei Cluny.
Die Abkehr der Cluniazenser von den ursprünglichen Reformidealen weckte bald oppositionelle Kräfte und beförderte die Entstehung des Zisterzienserordens. Die Abtei Fontenay, gegründet im Jahre 1118 von Bernhard von Clairvaux, ist eines der besterhaltenen Zisterzienserklöster. Der Bau ist ein Manifest der strengen zisterziensischen Romanik und entspricht weitestgehend dem Originalzustand, so dass der Bau exemplarischen Charakter besitzt. Zu den bedeutenden skulpturalen Zeugnissen der Zeit der Romanik zählen das Weltgerichtsportal und die Kapitelle des Meisters Giselbertus in der Kathedrale St. Lazare in Autun oder das romanische Hauptportal und der Kapitellzyklus der Wallfahrtskirche St. Madeleine in Vézelay.
Auch die Architektur der Gotik ist in Burgund mit bedeutenden Zeugnissen vertreten. Die Kathedrale in Sens gehört zu den ersten großen gotischen Kathedralen. Der Bau beherbergt bedeutende Kirchenfenster (u. a. Fenster mit dem Leben des Thomas Becket und Fenster des himmlischen Konzerts). Von großer Bedeutung ist der Schatz der Kathedrale (antike Stoffe, Goldschmiedearbeiten, prächtige Wandteppiche, Elfenbein- und Emaillearbeiten etc.). Die Kathedrale St. Etienne in Auxerre, 1215 begonnen und in mehreren Bauphasen errichtet, gilt als Hauptwerk der burgundischen Gotik. Mit den Herzögen von Burgund wurde die Region ein weiteres Mal zum Zentrum künstlerischen Schaffens. Davon zeugen in Dijon die raffiniert ausgearbeiteten Grabmäler der Herzöge von Burgund im Musée des Beaux-Arts sowie die Skulpturen des Mosesbrunnen von Claus Sluter in der ehemaligen Kartause von Champmol. Auch die flämischen Meister sind mit Spitzenwerken in der Region vertreten. So der Meister von Flémalle mit einer Geburt Christi im Musée des Beaux-Arts in Dijon oder Rogier van der Weyden mit dem Weltgerichts-Triptychon im Hôtel-Dieu in Beaune. Den Altar gab Nicolas Rolin, der Kanzler Philipps des Guten, 1443 für das Hospiz in Auftrag.
Die Abkehr der Cluniazenser von den ursprünglichen Reformidealen weckte bald oppositionelle Kräfte und beförderte die Entstehung des Zisterzienserordens. Die Abtei Fontenay, gegründet im Jahre 1118 von Bernhard von Clairvaux, ist eines der besterhaltenen Zisterzienserklöster. Der Bau ist ein Manifest der strengen zisterziensischen Romanik und entspricht weitestgehend dem Originalzustand, so dass der Bau exemplarischen Charakter besitzt. Zu den bedeutenden skulpturalen Zeugnissen der Zeit der Romanik zählen das Weltgerichtsportal und die Kapitelle des Meisters Giselbertus in der Kathedrale St. Lazare in Autun oder das romanische Hauptportal und der Kapitellzyklus der Wallfahrtskirche St. Madeleine in Vézelay.
Auch die Architektur der Gotik ist in Burgund mit bedeutenden Zeugnissen vertreten. Die Kathedrale in Sens gehört zu den ersten großen gotischen Kathedralen. Der Bau beherbergt bedeutende Kirchenfenster (u. a. Fenster mit dem Leben des Thomas Becket und Fenster des himmlischen Konzerts). Von großer Bedeutung ist der Schatz der Kathedrale (antike Stoffe, Goldschmiedearbeiten, prächtige Wandteppiche, Elfenbein- und Emaillearbeiten etc.). Die Kathedrale St. Etienne in Auxerre, 1215 begonnen und in mehreren Bauphasen errichtet, gilt als Hauptwerk der burgundischen Gotik. Mit den Herzögen von Burgund wurde die Region ein weiteres Mal zum Zentrum künstlerischen Schaffens. Davon zeugen in Dijon die raffiniert ausgearbeiteten Grabmäler der Herzöge von Burgund im Musée des Beaux-Arts sowie die Skulpturen des Mosesbrunnen von Claus Sluter in der ehemaligen Kartause von Champmol. Auch die flämischen Meister sind mit Spitzenwerken in der Region vertreten. So der Meister von Flémalle mit einer Geburt Christi im Musée des Beaux-Arts in Dijon oder Rogier van der Weyden mit dem Weltgerichts-Triptychon im Hôtel-Dieu in Beaune. Den Altar gab Nicolas Rolin, der Kanzler Philipps des Guten, 1443 für das Hospiz in Auftrag.
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
- Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden direkt vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert.
- Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Programmänderungen.