Der Islam und die Moderne
Dörte Helling
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Veranstaltungsart: Vortragsreihe
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Veranstaltungsnr.: 01.023
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Termin: Mi 14:15 bis 16:45 Uhr
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Veranstaltungstage: 03.12., 10.12., 17.12.2025
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Veranstaltungsort: Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal B
Teilnehmerbegrenzung für Kontaktstudierende: keine
Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen:
Durch eine Zuwanderung aus der islamischen Zivilisation sind wir in Deutschland vor große Herausforderungen gestellt. In öffentlichen Debatten spielen dabei rückwärtsgewandte Tendenzen in der Wahrnehmung des Islam eine große Rolle. In dieser Vortragsreihe möchte ich eine Einführung in diesen Themenbereich geben und einige Problematiken benennen. Gleichzeitig wollen wir den Blick auf Zeiten lenken, in denen in der islamischen Welt fortschrittliche Kräfte im Sinne einer Aufklärung wirkten. Eine Anknüpfung an diese modernen Tendenzen und die Benennung bedeutender kultureller Leistungen der islamischen Zivilisation könnten einen wichtigen Beitrag in den aktuellen Debatten leisten.
In der islamischen Welt gab es Zeiten, in denen Rationalismus und Philosophie eine große Rolle spielten und das Korsett einer erstarrten Offenbarungsreligion sprengten. So war beispielsweise das islamische Spanien ein Höhepunkt der islamischen Zivilisation. Diese Zeit war größtenteils geprägt von einem kooperativen Zusammenleben von Muslimen, Juden und Christen. Die Überwindung engstirniger Dogmen und die Toleranz anderer Religionen führten in al-Andalus zu einer fruchtbaren Symbiose und zu einer kulturellen Blüte. Modernität in verschiedener Hinsicht hat es im Islam wiederholt gegeben. In osmanischer Zeit entstand beispielsweise im 15. Jh. in Edirne ein beeindruckender Moscheekomplex mit einem Hospital. Hier gab es eine bedeutende Medizinschule und vornehmlich psychische Krankheitsbilder wurden mit modernsten und humanen Methoden behandelt (u. a. Musiktherapie).
In der islamischen Welt gab es Zeiten, in denen Rationalismus und Philosophie eine große Rolle spielten und das Korsett einer erstarrten Offenbarungsreligion sprengten. So war beispielsweise das islamische Spanien ein Höhepunkt der islamischen Zivilisation. Diese Zeit war größtenteils geprägt von einem kooperativen Zusammenleben von Muslimen, Juden und Christen. Die Überwindung engstirniger Dogmen und die Toleranz anderer Religionen führten in al-Andalus zu einer fruchtbaren Symbiose und zu einer kulturellen Blüte. Modernität in verschiedener Hinsicht hat es im Islam wiederholt gegeben. In osmanischer Zeit entstand beispielsweise im 15. Jh. in Edirne ein beeindruckender Moscheekomplex mit einem Hospital. Hier gab es eine bedeutende Medizinschule und vornehmlich psychische Krankheitsbilder wurden mit modernsten und humanen Methoden behandelt (u. a. Musiktherapie).
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
- Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden direkt vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert.
- Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Programmänderungen.