Die Kunst des Interpretierens (Teil 2)
Dr. Lutz Flörke
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Veranstaltungsart: Seminar
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Veranstaltungsnr.: 01.032
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Termin: Di 14:15 bis 15:45 Uhr
07.04., 14.04., 21.04., 28.04., 05.05., 19.05.2026 -
Veranstaltungsort: Digital – AGORA / Zoom
"Anders als bei faktualen Berichten haben wir ja bei fiktionalen Werken nur über den Text selbst Zugang zur erzählten Welt. Wenn wir etwas über Goethes Protagonisten Werther wissen wollen, können wir uns nur an das halten, was in den Leiden des jungen Werthers (…) geschrieben steht. (…) Der Inhalt eines fiktionalen Textes ist uns eben nur in der Form seiner abgeschlossenen, andere Zugänge ausschließenden literarischen Vermittlung gegeben. Zudem wird ja auch unsere Leseerfahrung entscheidend von der Präsentationsweise beeinflusst." (Martinez/Scheffel, Einführung in die Erzähltheorie, S.22f.) Wenn wir Literatur nicht einfach unsere Ansichten überstülpen wollen, sollten wir zunächst von Wertungen absehen, die sich auf unsere gewohnte lebensweltliche Praxis, Lesen eingeschlossen, beziehen.
Ziel ist es, sich behutsam fragend anzunähern: Wie gehe ich praktisch mit einem fiktionalen Sprachgebilde um, zu dem mir (zunächst) der Zugang fehlt? Was stellt er als Wirklichkeit da und wie? Von welchem Erzählstandpunkt aus? Wie reagiere ich darauf? Wie verhalte ich mich dazu? Welche literarischen und sonstigen Vor-Urteile sollte ich beiseitelassen, um Verständnis für ihn zu entwickeln? Wie gelange ich im Prozess der Interpretation zu einer plausiblen Bedeutung? Was hat die mit der Art und Weise zu tun, wie der Text sich präsentiert? Inwiefern sind Geschichte und Literaturgeschichte wichtig? Kurz: Wie und mit welchem "Handwerkszeug" kann ich fiktionale Texte angemessen interpretieren?
Als Material dienen epische Texte quer durch die Literaturgeschichte. Das Programm wird zu Beginn des Semesters auf AGORA eingestellt.
Neue Teilnehmer:innen sind willkommen.
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
- Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden direkt vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert.
- Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Programmänderungen.
Wegweiser ins Kontaktstudium
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- Sie wollen sich intensiv mit einem Wissensgebiet auseinandersetzen?
- Sie haben vielfältige Interessen und wollen sich gerade nicht auf ein einzelnes Studienfach festlegen, sondern lieber querbeet reinschnuppern?
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