Tuberkulose – Krankheit im GepäckDr. Niklas Köhler, Leibniz Lungenzentrum, Forschungszentrum Borstel
21. Oktober 2026, 17:00 Uhr

Foto: KI
Schwindsucht? Der weiße Tot? Ist Tuberkulose nicht eine Erkrankung von gestern?
Tuberkulose ist weiterhin die tötlichste Infektions-krankheit der Welt mit 10.7 Millionen neuen Fällen und rund 1.2 Millionen Todesfällen jedes Jahr. In Deutschland wurden im Jahr 2024 bei rund 4600 Menschen eine Tuberkulose diagnostiziert. Etwa drei Viertel dieser Personen sind nicht in Deutschland geboren sondern zugewandert. Tuberkulose bei zugewanderten Menschen zu finden und richtig zu diagnostizieren ist daher eine der großen Herausforderungen des Gesundheitssystems. Dabei ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Wissenschaft, die Gründe hierfür besser zu verstehen und zu erklären, Stigmata abzubauen und mit Vorurteilen aufzuräumen: Das Risiko einer Übertragung für Menschen, die in Deutschland geboren sind, ist gering und nicht größer als die Übertragung in umgekehrter Richtung.
Wie erkrankt man an einer Tuberkulose und warum reist sie im Gepäck nach Deutschland?
Wie man sich mit einer Tuberkulose infiziert, wie aus einer Infektion eine Erkrankung wird, warum zugewanderte Menschen besonders betroffen sind und wie man dieser Herausforderung begegnet, soll im Vortrag „Tuberkulose – Krankheit im Gepäck“ erklärt werden. Die ganz persönliche Dimension von Menschen mit Migrations-geschichte, die an einer Tuberkulose erkrankt sind, zeigen Ausschnitte aus einem Filmprojekt des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum, des Robert-Koch-Instituts und des Deutschen Zentralkommittees zur Bekämpfung der Tuberkulose, das durch das Bundes-ministerium für Gesundheit gefördert wurde.