Der Tod. Skizzen zu einer abendländischen Kulturgeschichte
Dr. Stefan Schenk-Haupt
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Veranstaltungsart: Vortragsreihe
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Veranstaltungsnr.: 01.017
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Termin: Mi 16 bis 18 Uhr
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Veranstaltungstermine: 28.10., 04.11., 11.11., 18.11., 25.11., 02.12.2026
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Veranstaltungsort: Phil-Turm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal B
Der Tod ist das schlichtweg Undenkbare. Beschreibungen und Erklärungen des physischen Ablebens können keinerlei Vorstellung davon vermitteln, was dieses Phänomen für uns als Einzelpersonen und als kulturelle Gemeinschaft bedeutet. Die Konzepte "Leben" und "Tod" stehen dabei in einem sich wechselseitig bedingenden Verhältnis – das eine kann ohne das andere nicht sein. Gäbe es den Tod nicht, dann hätte das Wort "Leben" keine für uns nachvollziehbare Bedeutung. Umgekehrt zeigt sich, dass auch das Phänomen Leben, so selbstverständlich es uns erscheint, keineswegs einfach mit einer konkreten Bedeutungsstruktur gefüllt werden kann.
Die Vortragsreihe ist kultur- und medienwissenschaftlich orientiert. Anstatt biologische und soziologische Ansätze vorzustellen und zu diskutieren, soll der Umweg über die Darstellung des Todes durch Literarisierung und Medialisierung eingeschlagen werden. Den Aufhänger bilden Volkslieder und Beiträge aus der populären Kultur. Die einzelnen Vorträge werden jeweils Stationen einer noch zu schreibenden Kulturgeschichte des Todes im Abendland umreißen: so die antiken Vorstellungen von einer Unterwelt als Totenreich (Homer), mittelalterliche Todesvorstellungen und ihre Symbolik, die Konzeptualisierung des Todes bei Shakespeare und bei John Donne, im Liedgut der deutschen Romantik und dann in der Moderne, wiederum in ausgewählten Höhenkamm- und populärkulturellen Beispielen. Hierbei werden unterschiedliche Herangehensweisen an das Phänomen des Todes zutage treten, so etwa die vollständige Separierung der Bereiche des Lebens und des Todes, die Hinzunahme von Übergangsbereichen, die Vorstellung vom Tod als natürlichem Begleiter des Lebens, das Leben als ein grundständiges Sein zum Tode (Heidegger) oder auch die Überwindung des Todes im Nachleben. Grundsätzlich nicht berücksichtigt werden Inszenierungen des Sterbens als solchem. Insbesondere die Bereiche der Horrorliteratur und des Horrorfilms bleiben ausgeschlossen, mit der Ausnahme von Stokers Dracula. Es geht nicht um Todesmomente und die sogenannten "Gesichter des Todes", sondern darum, wie wir dem Sprachzeichen "Tod" Bedeutung verleihen innerhalb unserer kulturellen Rahmenbedingungen.
Literaturhinweise:
- Wittwer, H. (Hg.): Der Tod. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart, Stuttgart, 2014
- Ariès, P.: Geschichte des Todes, 4. Aufl., München/Wien, 1989
- Schulz, R.: So sterben wir. Unser Ende und was wir darüber wissen sollten, München, 2020
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert. Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Termine unter "Programmänderungen und freie Plätze".
Termine Wintersemester 2026/27
Anmeldung zum Kontaktstudium ab 14.08.2026 möglich!
- Anmeldeschluss Losverfahren, STiNE-Zugang und Fakultätsprogramm: 13.09.2026
- Nachbelegungsphase für bereits angemeldete Teilnehmende bis 30.09.2026
- Restplatzvergabe Zusatzprogramm bis 29.10.2026
- Vorlesungszeit: 12.10.2026 bis 30.01.2027
- Weihnachtsferien: 20.12.2026 bis 03.01.2027
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