Erzählungen deutschsprachiger Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts
Prof. em. Dr. Peter Hühn
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Veranstaltungsart: Vorlesung
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Veranstaltungsnr.: 01.010
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Termin: Mo 10:15 bis 11:45 Uhr
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Veranstaltungbeginn: 19.10.2026
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Veranstaltungsort: Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel West, Raum 221
Diese Vorlesung präsentiert eine methodisch reflektierte (erzähltheoretische) Lektüre von Erzählungen (Novellen, Kurzgeschichten) bedeutender deutschsprachiger Autoren des 19. und 20. Jhs. Untersucht wird, wie und wodurch ein Geschehen in Gang gesetzt wird, wie sich die Geschichte weiter entwickelt durch die Konfrontation eines Menschen mit seiner Umwelt und durch seine Interaktionen mit anderen Personen, durch sein eigenes und durch deren Handeln oder Nicht-Handeln fortsetzt sowie wodurch und auf welche Weise sie schließlich endet (oder nicht endet). Zusätzlich wird darauf geachtet, auf welche Weise und aus welcher Perspektive das gesamte Geschehen aufbereitet und dargeboten – also: erzählt – wird.
Ziel dieser Analysen ist es immer, den Sinn der Erzählung durch Abstraktion herauszuarbeiten und zu formulieren – die Lebensprobleme, die durchgespielt werden, die Motive des Handelns, die Wertvorstellungen und Absichten der Figuren und darüber hinaus die des Erzählers. Grundlegend ist die genaue, erhellende Arbeit am Text. Als Grundlage für die praktische Textarbeit wird zu Beginn ein erzähltheoretisches Analyseverfahren vorgestellt. In den erzählten Geschichten werden insgesamt grundlegende Aspekte und Probleme menschlicher Existenz und menschlichen Verlangens verhandelt.
Ausgewählt werden interessante Beispiele von berühmten – "klassischen" – Erzählern des 19. und vor allem 20. Jhs.: u. a. E. T. A. Hoffmann (Ritter Gluck); Heinrich von Kleist (Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege); Johann Peter Hebel (Unverhofftes Wiedersehen); Franz Kafka (Ein Landarzt); Frank Wedekind (Die Schutzimpfung); Arthur Schnitzler (Der Tod des Junggesellen); Bertolt Brecht (Der Augsburger Kreidekreis); Heinrich Böll (Wanderer kommst du nach Spa); Max Frisch (Der andorranische Jude); Martin Walser (Selbstporträt als Kriminalroman); Ilse Aichinger (Spiegelgeschichte); Franz Fühmann (Das Judenauto); Christoph Hein (Der neuere [glücklichere] Kohlhaas); Peter Bichsel (Der Mann mit dem Gedächtnis). Bemerkungen, Fragen und Beiträge der Teilnehmenden sind – wie immer – willkommen.
– Textgrundlage: Die besten deutschen Erzählungen. Ausgewählt von Marcel Reich-Ranitzki, Berlin, 2010 (Insel, zur Anschaffung empfohlen).
Wichtige Hinweise zum Zusatzprogramm
Veranstaltungen des Zusatzprogramms werden vom Zentrum für Weiterbildung (ZFW) organisiert. Aktuelle Programmänderungen finden Sie auf der Seite Termine unter "Programmänderungen und freie Plätze".
Termine Wintersemester 2026/27
Anmeldung zum Kontaktstudium ab 14.08.2026 möglich!
- Anmeldeschluss Losverfahren, STiNE-Zugang und Fakultätsprogramm: 13.09.2026
- Nachbelegungsphase für bereits angemeldete Teilnehmende bis 30.09.2026
- Restplatzvergabe Zusatzprogramm bis 29.10.2026
- Vorlesungszeit: 12.10.2026 bis 30.01.2027
- Weihnachtsferien: 20.12.2026 bis 03.01.2027
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