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SUMMARY:Kriegsende in den Dünen. Zur Mikrogeschichte eines Gewaltraums am Beispiel der Insel Langeoog
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DESCRIPTION:Als kanadische Soldaten im Mai 1945 Langeoog besetzten, war die "Insel der Volksgemeinschaft" Geschichte. Seit 1932/33 hatte die Selbstmobilisierung von Insulanern und Touristen am Rande des Regimes für die Präsenz des Nationalsozialismus in der sozialen und symbolischen Praxis gesorgt. Mit Zwangsarbeitern hatte die Wehrmacht die Insel zu einer Garnison ausgebaut. Von der Kapitulation ausgehend, analysiert Jörg Echternkamp diese Prozesse, erläutert Kontinuitäten und Brüche auf dem Weg zu einem neuen Selbstentwurf und diskutiert methodisch den Mehrwert einer globalen Mikrogeschichte.\nProf. Dr. Jörg Echternkamp, Wissenschaftlicher Direktor am Zentrum für Militärgeschichte (ZMSBw), Potsdam\nÖffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens\nKriegsende 1945 in Europa. Ereignisse, Erfahrungen, DeutungenAm 8. Mai 2025 jährt sich zum 80. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs – ein einschneidendes Datum in der Geschichte, das ganz Europa und damit auch Hamburg tief geprägt hat. In den sechs Jahren zuvor hatten unter deutscher Führung in ganz Europa bis dahin unvorstellbare Kriegsverbrechen und Gewaltexzesse stattgefunden. Millionen Menschen wurden rassistisch oder politisch verfolgt, Millionen während und nach dem Krieg vertrieben, Millionen ermordet. Inmitten dieses Geschehens entfaltete sich der Völkermord an den europäischen Juden, der Holocaust.\nMit dem Ende des Krieges verbanden viele Menschen die Hoffnung auf Frieden, Bestrafung der Schuldigen und ein Leben in Freiheit. Doch die Ereignisse wie das eigene Handeln und damit auch die Lehren, die man aus dieser Katastrophe ziehen sollte, wurden sehr unterschiedlich gedeutet. Die Ringvorlesung nimmt den Jahrestag zum Anlass, die Erfahrungen während Krieg und Besatzung wie die Erwartungen nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in ihrer Vielfalt wie Widersprüchlichkeit vorzustellen und zu reflektieren.\ndonnerstags 18:30 – 20:00 Uhr, Philosophenturm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal DKoordinationProf. Dr. Birthe Kundrus, Fachbereich Geschichte: Arbeitsbereich Deutsche Geschichte, Universität Hamburg / Prof. Dr. Kirsten Heinsohn, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) / Dr. Kim Wünschmann, Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ)\n
LOCATION:Universität Hamburg, Philosophenturm, Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg, Hörsaal D
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