Kommunikation zwischen Signal und Sinn – wie verändert sich der Schlüsselbegriff in Zeiten von KI?Dr. Lisa Merten, Hans-Bredow-Institut / Prof. Dr. Chris Biemann, Hub of Computing & Data Science (HCDS), Universität Hamburg
8. Juli 2026, 16:15 Uhr

Foto: Bedřich Feuerstein
Obwohl es uns nicht immer bewusst ist, werden wir zunehmend in Alltagssituationen von Rechnern und ihren maschinellen Stimmen begleitet. Stimmen, die keine eigenen Emotionen besitzen, aber solche nachbilden, und deren sprachliches Handeln nicht aus gelebter Erfahrung, sondern aus statistischer Modellierung entsteht. Die zentralen Fragestellungen dieser Ringvorlesung betreffen die linguistischen, technischen, gesellschaftlichen, kulturellen und ethischen Implikationen des Diskurses um das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. Sie soll Wege aufzeigen, wie menschliche Werte, Dialogfähigkeit und Verantwortlichkeit in einer zunehmend automatisierten Kommunikationswelt bewahrt werden können. Was kann und was muss unternommen werden, damit die linguistische Diversität, aber auch, die Emotionalität und Autonomie der Menschen, von Maschinen nicht gefährdet werden.
Die Mitglieder des Zentrums für Sprachwissenschaft und ihre Gäste aus den Bereichen Informatik, Philosophie und Literaturwissenschaft diskutieren theoretische Perspektiven ebenso wie konkrete Anwendungsbeispiele von automatisierten Entscheidungssystemen zu Annotationen der komplexen linguistischen Konzepte. Dabei ist das Ziel, sowohl Chancen als auch Risiken des Diskurses mit Maschine zu beleuchten.