Kalmare als neue Ressource in der Nordsee-FischereiDr. Daniel Oesterwind, Thünen-Institut für Ostseefischerei, Warnemünde
24. Juni 2026, 18:00 Uhr

Foto: Lutz Hansen
Die Anlandungen der Tintenfische aus dem Nordost-Atlantik sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Neben den klimatischen Veränderungen, von denen offenbar ein Großteil dieser Tintenfische profitiert, kommen verschiedene regionale Aspekte hinzu. Im Großraum Nordsee hat der Klimawandel zu einer Umverteilung der kommerziell wichtigen Fischarten geführt und verschiedene Managemententscheidungen haben dazu beigetragen, dass viele Fischer nach alternativen Fangmöglichkeiten suchen. So ist die Kalmarfischerei in der Nordsee eine der größten im Nordost-Atlantik geworden. Neben technischen Regularien (z.B. Maschenweite) haben die Fischer in Europa keine weiteren Regularien zu erfüllen, d.h. es gibt keine Einschränkung der Fangmenge, da Tintenfische nicht im Rahmen der Europäischen Gemeinsamen Fischereipolitik bewirtschaftet werden. Im Rahmen der Vorlesung wird die neue Fischerei vorgestellt und die Problematik des nachhaltigen Managements diskutiert.